Workation Vietnam: Ho-Chi-Minh-Stadt vs Hanoi für Remote Worker
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Vietnam ist eines der günstigsten Länder in Südostasien für Remote Worker — und bietet mit Ho-Chi-Minh-Stadt (HCMC) und Hanoi zwei grundverschiedene Optionen. HCMC ist laut, schnell und geschäftsorientiert. Hanoi ist kulturell reicher, ruhiger und etwas günstiger. Beide haben eine wachsende Coworking-Szene und hervorragendes Internet.
Visum und Aufenthalt
Deutsche Staatsbürger erhalten ein kostenloses E-Visum für 90 Tage (seit August 2023). Für längere Aufenthalte gibt es Business-Visa über Agenturen, die 3–6 Monate abdecken. Ein spezielles Digital-Nomad-Visum existiert in Vietnam bisher nicht — die meisten Remote Worker nutzen Touristenvisa mit Verlängerung.
Wichtig: Vietnam erlaubt offiziell kein Arbeiten mit Touristenvisum. Die Durchsetzung bei Remote Workern, die für ausländische Unternehmen arbeiten, ist in der Praxis aber minimal. Trotzdem ein rechtliches Graufeld, das du kennen solltest.
Ho-Chi-Minh-Stadt vs. Hanoi im Detail
| Kriterium | Ho-Chi-Minh-Stadt | Hanoi |
|---|---|---|
| Klima | Tropisch, ganzjährig warm (28–35 °C) | Subtropisch, kühler Winter (10–20 °C) |
| Vibe | Modern, geschäftig, international | Traditionell, kulturell, ruhiger |
| Coworking-Szene | Sehr gut (30+ Spaces) | Gut (15+ Spaces) |
| Expat-Community | Groß, stark business-orientiert | Kleiner, künstlerisch-kulturell |
| Miete (1-Zi., Zentrum) | 400–700 USD | 300–550 USD |
| Street Food (Mahlzeit) | 1,50–3 USD | 1–2,50 USD |
| Internet (Durchschnitt) | 50–100 Mbit/s | 40–80 Mbit/s |
Coworking Spaces
Ho-Chi-Minh-Stadt
Die Coworking-Dichte in District 1, 2 und 7 ist hoch. Circo, Dreamplex und WeWork bieten Hot Desks ab 80–120 USD pro Monat, Dedicated Desks ab 150–250 USD. Die meisten Spaces haben Glasfaser-Internet (100+ Mbit/s), Besprechungsräume und Networking-Events. District 2 (Thao Dien) ist bei Expats besonders beliebt — viele Cafés dort funktionieren wie informelle Coworking Spaces.
Hanoi
In Hanois Altstadt und dem Tay-Ho-Viertel (Westlake) findest du Coworking Spaces wie Toong, UP Coworking und Hub.IT. Preise: 60–100 USD für Hot Desks. Die Qualität variiert stärker als in HCMC — besuche Spaces vorher, bevor du ein Monatsticket kaufst. Cafés mit gutem WLAN sind in Hanoi allgegenwärtig und oft die bessere Option für fokussiertes Arbeiten.
Lebenshaltungskosten
Vietnam gehört zu den günstigsten Ländern für Remote Worker. Ein komfortabler Lebensstil (eigene Wohnung, tägliches Essen gehen, Coworking) kostet in HCMC 1.000–1.500 USD, in Hanoi 800–1.200 USD. Wer sparsam lebt, kommt mit 600–800 USD aus.
Was besonders günstig ist
- Street Food: Pho, Banh Mi, Com Tam für 1–3 USD
- Kaffee: Ca Phe Sua Da (Eiskaffee) für 0,50–1,50 USD
- Massage: 60-Minuten-Ganzkörper für 8–15 USD
- Roller-Miete: 80–120 USD pro Monat
- Fitnessstudio: 20–40 USD pro Monat
Was teurer ist als erwartet
- Importierte Lebensmittel (Käse, Wein, westliche Marken): 2–3x EU-Preis
- Internationale Schulen: 5.000–15.000 USD pro Jahr
- Westliche Restaurants: 15–30 USD pro Mahlzeit
Zeitzone und Erreichbarkeit
Vietnam liegt in UTC+7 — das bedeutet 6 Stunden Vorsprung auf Mitteleuropa (5 Stunden während der Sommerzeit). Meetings mit europäischen Teams lassen sich gut am Nachmittag (europäischer Vormittag) legen. Für US-Teams wird es schwieriger: Die Überlappung mit der US-Ostküste liegt bei 2–3 Stunden am frühen Morgen.
Alltag als Remote Worker: Was dich erwartet
Vietnam ist laut, chaotisch und gleichzeitig einer der produktivsten Orte für Fokusarbeit — vorausgesetzt, du findest den richtigen Rhythmus. Die meisten Remote Worker starten gegen 7 Uhr (noch kühl, ruhig) und arbeiten bis 15 Uhr durch. Danach ist Street-Food-Zeit: Eine Pho Bo (Reisnudelsuppe) kostet 30.000–50.000 VND (1,10–1,80 €), ein Banh Mi (Baguette-Sandwich) 20.000–30.000 VND (0,70–1,10 €). Für 3–5 € isst du dich satt — dreimal täglich.
Cafés als Arbeitsplatz sind in Vietnam Normalität. In HCMC hat praktisch jedes Café WLAN, Steckdosen und Klimaanlage. Die Coffee-Culture ist tief verwurzelt: Ca Phe Sua Da (vietnamesischer Eiskaffee mit Kondensmilch) ist das Nationalgetränk und kostet 20.000–35.000 VND (0,70–1,30 €). Viele Cafés haben inoffizielle Co-Working-Bereiche im Obergeschoss — leiser, mit stabilerem WLAN und der unausgesprochenen Vereinbarung, dass du nach 2 Stunden ein zweites Getränk bestellst.
Gesundheit und Sicherheit
Vietnam ist sicher — Gewaltkriminalität gegenüber Ausländern ist extrem selten. Taschendiebstahl und Motorrad-Snatch (Handtaschen vom Motorrad aus greifen) kommen in HCMC vor, besonders in Touristenviertel District 1. Trage dein Handy in der vorderen Hosentasche und Taschen auf der straßenabgewandten Seite. Die medizinische Versorgung in HCMC und Hanoi ist auf internationalem Niveau: FV Hospital (HCMC) und Vinmec (Hanoi) behandeln nach westlichen Standards, eine Konsultation kostet 800.000–1.500.000 VND (30–55 €). Eine Auslandskrankenversicherung (SafetyWing ab 45 €/Monat, World Nomads ab 60 €/Monat) ist Pflicht.
Impfungen: Hepatitis A und B, Typhus und Tollwut werden empfohlen. Dengue-Fieber ist in der Regenzeit (Mai–November) ein Risiko — Mückenschutz mit DEET (mindestens 30 %) hilft. Leitungswasser ist nicht trinkbar, aber 19-Liter-Kanister für den Wasserspender kosten nur 30.000 VND (1,10 €) und werden direkt geliefert.
Fazit
HCMC ist die bessere Wahl, wenn du Networking, Business-Kontakte und eine große internationale Community suchst. Hanoi passt, wenn du Ruhe, Kultur und ein noch günstigeres Budget bevorzugst. Starte mit einem Monat in der Stadt deiner Wahl — Airbnb-Wohnungen im Zentrum kosten 400–600 USD und lassen sich kurzfristig buchen.
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