Coworking Spaces finden: Die besten Plattformen und worauf du achten musst
Kosten
Siehe Guide
Visum
Siehe Guide
Internet
Siehe Guide
Zeitzone
Siehe Guide
Dieser Artikel kann Affiliate-Links enthalten. Wenn du über diese Links einkaufst, erhalten wir möglicherweise eine kleine Provision — ohne Mehrkosten für dich. Das hilft uns, weiterhin kostenlose Inhalte zu erstellen.
Einen guten Coworking Space zu finden, kostet oft mehr Zeit als die eigentliche Arbeit. Google Maps zeigt dir zwar Standorte, aber nicht die Internetgeschwindigkeit, die Lautstärke oder ob der Kaffee trinkbar ist. Spezialisierte Plattformen und Communities machen die Suche einfacher — wenn du weißt, wo du schauen musst.
Die wichtigsten Plattformen im Überblick
Coworker.com ist die umfassendste Datenbank mit über 14.000 Spaces weltweit. Jeder Eintrag enthält Fotos, Preise, Ausstattung und Nutzerbewertungen. Die Filterfunktionen erlauben dir, nach Standort, Preis, 24/7-Zugang und spezifischer Ausstattung zu suchen. Für eine erste Orientierung in einer neuen Stadt ist Coworker der beste Startpunkt.
Nomad List von Pieter Levels ist weniger eine Coworking-Datenbank als ein Gesamtbild. Die Plattform bewertet Städte nach Kriterien wie Internetgeschwindigkeit, Kosten, Sicherheit und Klima. Für jede Stadt findest du empfohlene Coworking Spaces mit echten Bewertungen von Remote Workern. Der Community-Tab zeigt dir, welche Nomaden gerade in der Stadt sind — nützlich für Networking.
Deskpass und Croissant funktionieren wie ein Coworking-Abo. Für einen monatlichen Festpreis bekommst du Zugang zu einem Netzwerk aus Hunderten Spaces. Deskpass kostet ab 149 Dollar pro Monat für 4 Tagespass-Credits. Das lohnt sich, wenn du oft die Stadt wechselst und nicht überall einen eigenen Vertrag abschließen willst. In Deutschland ist die Abdeckung aber noch dünn.
Worauf du bei der Auswahl achten musst
Internetgeschwindigkeit ist das Killerkriterium. Alles unter 50 Mbit/s Download und 10 Mbit/s Upload ist für Video-Calls problematisch. Frage vor der Buchung nach einem aktuellen Speedtest oder bitte um einen Screenshot. Seriöse Spaces haben kein Problem damit. Wenn der Betreiber ausweicht, such weiter.
Die Lautstärke ist der zweithäufigste Beschwerdegrund. Offene Großraum-Spaces sind oft laut — Telefonate, Gespräche, klappernde Tastaturen. Achte darauf, ob es Telefonkabinen oder ruhige Zonen gibt. Manche Spaces haben explizite Quiet Areas, in denen Reden nicht erlaubt ist. Für Deep Work sind diese Zonen Gold wert.
Prüfe die Vertragsbedingungen genau. Manche Spaces verlangen eine Mindestlaufzeit von drei Monaten, auch wenn sie mit monatlicher Kündigung werben. Andere berechnen eine einmalige Aufnahmegebühr. Frage nach versteckten Kosten: Drucken, Meeting-Räume, Schließfächer und Kaffee sind nicht immer im Preis enthalten. Ein günstiger Monatspreis mit teuren Add-ons kann am Ende mehr kosten als ein all-inclusive Space.
Alternativen zum klassischen Coworking
Nicht jeder braucht einen festen Coworking-Platz. Cafés mit gutem WLAN sind eine flexible Alternative, besonders für kürzere Arbeitssessions. In vielen Städten gibt es Café-Kultur-Guides, die die besten Cafés zum Arbeiten listen — mit Angaben zu Steckdosen, WLAN-Qualität und Geräuschpegel. WorkFrom und Workfrom.co sind Plattformen, die genau das dokumentieren.
Bibliotheken werden oft übersehen, bieten aber kostenlosen Zugang zu ruhigen Arbeitsplätzen mit WLAN. In europäischen Großstädten sind Stadtbibliotheken modern ausgestattet und haben Steckdosen an den Arbeitsplätzen. Der Nachteil: keine Video-Calls erlaubt und begrenzte Öffnungszeiten. Aber für fokussierte Textarbeit oder Programmierung sind sie unschlagbar.
Co-Living-Spaces kombinieren Wohnen und Arbeiten. Anbieter wie Selina, Outsite und Sun and Co. bieten möblierte Apartments mit integriertem Coworking. Die Preise starten bei 800 Euro pro Monat inklusive Unterkunft und Arbeitsplatz. Das rechnet sich schnell, wenn du in einer teuren Stadt Miete und Coworking separat bezahlen müsstest.
Die Community als Entscheidungsfaktor
Ein Coworking Space ist mehr als ein Schreibtisch mit WLAN. Die Community drumherum kann den Unterschied machen zwischen einer produktiven Workation und drei Wochen Einsamkeit. Spaces, die regelmäßig Events veranstalten — Lunch-and-Learns, Networking-Abende, Skill-Sharing — bieten Mehrwert, der über den reinen Arbeitsplatz hinausgeht.
Schau dir die Bewertungen an und achte besonders auf Kommentare zur Community. Sind die Mitglieder offen und gesprächsbereit? Gibt es einen Slack- oder WhatsApp-Kanal? Wird man als Kurzzeitnutzer integriert oder ist der Space eher auf Langzeitmieter ausgerichtet? Diese Informationen findest du selten auf der Website, aber fast immer in den Reviews.
Manche Spaces richten sich an bestimmte Branchen: Tech, Design, Kreative oder Freelancer. Wenn du in einer dieser Gruppen arbeitest, kann ein spezialisierter Space wertvoller sein als ein allgemeiner. Die Gespräche in der Küche sind relevanter, die Kontakte nützlicher, und du findest schneller Gleichgesinnte, die deine beruflichen Herausforderungen verstehen.
Checkliste: In fünf Schritten zum richtigen Space
- Budget definieren: Wie viel kannst du monatlich für einen Arbeitsplatz ausgeben? 100 Euro, 200 Euro, 300 Euro? Das filtert sofort die Hälfte der Optionen heraus.
- Plattformen durchsuchen: Coworker.com für die Übersicht, Google Maps für lokale Spaces, Nomad List für Community-Empfehlungen.
- Shortlist erstellen: Drei bis fünf Spaces, die preislich und räumlich passen. Prüfe Fotos, Bewertungen und Internetangaben.
- Probetag nutzen: Besuche ein bis zwei Spaces persönlich. Achte auf Lautstärke, Sitzkomfort, Licht und die Stimmung vor Ort.
- Vertrag prüfen: Kündigungsfrist, Zusatzkosten, Zugangszeiten. Unterschreibe nichts, was dich länger bindet als nötig.
Remote-Tipps direkt ins Postfach
Workation-Guides, Tool-Reviews und Praxis-Tipps — kein Spam, jederzeit abbestellbar.
🎁 Gratis dazu: Workation-Checkliste (PDF)