Coworking Space Kosten: Was du monatlich einplanen musst
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Coworking Spaces kosten zwischen 80 und 600 Euro pro Monat — eine Spanne, die bei der Planung wenig hilft. Was du tatsächlich zahlst, hängt von Stadt, Platztyp und Extras ab. Damit dein Budget stimmt, brauchst du einen Überblick über Preismodelle, versteckte Kosten und sinnvolle Alternativen.
Preismodelle: Flex, Fixed und Private Office
Flex Desk (Hot Desk) ist der günstigste Einstieg. Du bekommst Zugang zum Coworking Space ohne festen Platz — du setzt dich hin, wo Platz ist. Preise in deutschen Großstädten: 100 bis 200 Euro pro Monat. In Berlin und München eher 150 bis 250 Euro. Im europäischen Ausland ab 80 Euro. Flex Desks eignen sich für alle, die nicht jeden Tag vor Ort sind.
Fixed Desk bedeutet: Du hast einen festen Schreibtisch, der nur dir gehört. Deine Sachen bleiben stehen, dein Monitor bleibt aufgebaut. Preise: 200 bis 400 Euro in Deutschland, in Städten wie Lissabon oder Bukarest ab 120 Euro. Ein Fixed Desk lohnt sich, wenn du täglich im Space arbeitest und keine Lust hast, jeden Morgen deinen Laptop aufzubauen.
Private Offices sind abgeschlossene Büros für eine Person oder ein kleines Team. Preise: 400 bis 1.200 Euro für ein Einzelbüro in Deutschland. Dafür bekommst du Privatsphäre, eine verschließbare Tür und Ruhe für Telefonate. Für Freelancer, die regelmäßig vertrauliche Gespräche führen, oder kleine Teams ist das die beste Option — aber auch die teuerste.
Versteckte Kosten: Worauf du achten musst
Der Monatspreis ist selten alles. Meeting-Räume kosten extra — typisch sind 10 bis 30 Euro pro Stunde. Drucken und Scannen wird oft nach Seiten abgerechnet. Manche Spaces verlangen eine einmalige Aufnahmegebühr von 50 bis 200 Euro. Frage vor der Buchung explizit nach: Was ist im Preis enthalten, was kostet extra?
Kaffee und Getränke sind in den meisten Spaces kostenlos. Aber nicht überall. In einigen Spaces zahlst du für Kaffee extra, in anderen ist nur Filterkaffee inklusive und Espresso kostet Aufpreis. Klingt nach einem Detail, summiert sich aber: Zwei Kaffee pro Tag mal 20 Arbeitstage sind 40 bis 80 Euro im Monat.
Schließfächer für persönliche Gegenstände kosten in manchen Spaces 10 bis 30 Euro monatlich. 24/7-Zugang ist nicht immer Standard — manche Flex-Tarife erlauben nur Zugang während der Geschäftszeiten (9-18 Uhr). Für Frühaufsteher oder Spätarbeiter kann das ein Problem sein. Frage nach den genauen Zugangszeiten, bevor du unterschreibst.
Preisvergleich: Deutsche Städte
| Stadt | Flex Desk | Fixed Desk | Private Office |
|---|---|---|---|
| Berlin | 150–250 € | 250–400 € | 500–900 € |
| München | 180–300 € | 300–500 € | 600–1.200 € |
| Hamburg | 140–230 € | 220–380 € | 450–850 € |
| Köln | 120–200 € | 200–350 € | 400–750 € |
| Leipzig | 80–150 € | 150–250 € | 300–550 € |
Steuerlich absetzen: Was geht?
Coworking-Kosten sind als Werbungskosten absetzbar, wenn du den Space beruflich nutzt. Als Angestellter: Dein Arbeitgeber kann den Coworking Space steuerfrei erstatten, wenn er die Nutzung genehmigt. Als Freelancer oder Selbstständiger: Die volle Monatsmiete ist Betriebsausgabe — inklusive Meeting-Raum-Gebühren und Druckkosten.
Bewahre die Rechnungen auf und notiere den beruflichen Anteil. Wenn du den Coworking Space ausschließlich beruflich nutzt, sind 100 Prozent absetzbar. Bei gemischter Nutzung (z.B. ein Coworking-Abo, das du auch am Wochenende für private Projekte nutzt) musst du den beruflichen Anteil schätzen. Die meisten Finanzämter akzeptieren 80 bis 90 Prozent bei überwiegend beruflicher Nutzung.
Für Angestellte, die den Space selbst bezahlen, gilt die Werbungskosten-Pauschale von 1.230 Euro. Coworking-Kosten kommen dazu und erhöhen deine absetzbaren Werbungskosten. Bei 200 Euro pro Monat sind das 2.400 Euro im Jahr — deutlich über der Pauschale und damit steuerlich relevant. Jeder Euro über 1.230 Euro mindert dein zu versteuerndes Einkommen.
Alternativen zum teuren Abo
Tagespässe statt Monatsabo, wenn du weniger als acht Tage pro Monat im Space bist. Bibliotheken als kostenlose Alternative für ruhige Fokusarbeit. Café-Kombination: Morgens im Café arbeiten (ein Kaffee für 3-4 Euro), nachmittags im Coworking — halb so viele Tage, halb so hohe Kosten. Und Co-Living-Spaces, bei denen Arbeitsplatz und Unterkunft im Paket günstiger sind als einzeln gebucht.
Manche Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern ein Coworking-Budget an. Frage deinen Arbeitgeber, ob er die Kosten übernimmt oder bezuschusst. Für das Unternehmen ist es günstiger als ein fester Büroplatz, und du bekommst einen professionellen Arbeitsplatz. Win-Win, das erstaunlich oft an der simplen Tatsache scheitert, dass niemand fragt.
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