Coworking Spaces in Frankfurt: Top-Adressen für Remote Worker
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Frankfurt zählt rund 45 Coworking-Standorte mit Tagespässen ab €19 und Monatsmemberships zwischen €189 und €590 — die Spreizung erklärt sich durch Lage, Community-Anspruch und Zusatzservices wie Meeting-Räume oder Eventflächen. Wer als Remote Worker eine zweite Anlaufstelle neben dem Home-Office sucht oder regelmäßig Kundentermine in der Mainmetropole hat, findet vom hippen Coworking-Café im Bahnhofsviertel bis zum klassischen Business-Center am Westend die passende Option. Entscheidend ist nicht das prestigeträchtigste Logo am Eingang, sondern wie zuverlässig WLAN, Akustik und der tatsächliche Workflow zusammenpassen.
Was Frankfurt als Coworking-Standort besonders macht
Die Stadt hat durch ihre Finanzbranche eine ungewöhnlich hohe Dichte an Premium-Standorten mit professionellem Konferenzangebot. Anders als Berlin, wo Creative-Coworking dominiert, findest du hier viele Spaces mit Anzug-Klientel, glaswandigen Meetingräumen und Concierge-Services. Das prägt die Atmosphäre — leiser, formeller, businessorientierter.
Gleichzeitig wächst die Szene rund um Ostend, Bornheim und Sachsenhausen mit lockereren Konzepten. Dort triffst du eher auf Freelancer, Startup-Teams und Remote Worker aus dem Tech- und Kreativbereich. Die Mieten in zentralen Lagen sind durch die Bürorückgabewellen seit 2024 spürbar gesunken, was Coworking-Anbietern Spielraum für faire Preise gegeben hat.

Frankfurt ist außerdem dank Flughafen-Anbindung beliebt bei Workation-Reisenden auf Zwischenstopp. Viele Spaces bieten deshalb Day-Pass-Modelle ohne Voranmeldung, die du spontan online buchen kannst. Für die Recherche reicht oft ein Anruf am Vortag — die Verfügbarkeit ist außerhalb von Messezeiten meist gut.
Top-Adressen im Bankenviertel und Westend
Im Bankenviertel dominieren WeWork (Junghofstraße), Mindspace (An der Welle) und Spaces (Eschersheimer Landstraße) mit großzügigen Atrien und Skyline-Blick. Tagespässe kosten dort €29 bis €45, Memberships starten bei €350 monatlich. Die Adressen sind beliebt für Kundentermine, weil sie repräsentativ wirken und die meisten Kunden in fünf Gehminuten erreichbar sind.
Etwas ruhiger und mit Wohnzimmercharakter arbeitet das Design Offices in der Wiesenhüttenstraße. Hier sitzen viele Berater und Anwälte, der Geräuschpegel ist gedämpft und es gibt ausreichend Telefonkabinen. Die Tagesrate liegt bei €35, monatlich sind €420 fällig — Preise inkl. Druckkontingent und Espressobar.

Wer Premium ohne Großraumbüro-Feeling sucht, schaut bei MeetingRaum 21 oder Satellite Office in der Bockenheimer Landstraße vorbei. Beide bieten kleinere Einheiten mit eigenem Schreibtisch ab €590/Monat. Für Steuerberater, Anwälte und Unternehmensberater oft die bessere Wahl als ein lautes WeWork-Großraum.
Adressen für Kreative und Tech-Worker
Im Ostend punktet das The Spot mit Industriearchitektur, hoher Decke und Community-Events. Das Publikum besteht aus Designern, Entwicklern und Marketing-Freelancern. Tagespass €22, Monatsmembership €289 mit 24/7-Zugang. Die Anbindung über die U-Bahn-Station Ostendstraße ist ideal, der Parkdruck ringsum aber spürbar.
Direkt am Mainufer in Sachsenhausen liegt das Frankfurter Welle Coworking — ein kleinerer Anbieter mit familiärem Charakter. Hier zahlst du €19 pro Tag oder €229 monatlich. Beliebt bei Übersetzern, Lektorinnen und Solo-Selbständigen, die Wert auf konzentriertes Arbeiten legen. WLAN-Geschwindigkeit gemessen bei 300 Mbit/s.
Im Bahnhofsviertel residiert das Cocoli Coworking mit Café-Atmosphäre und offener Werkstattfläche für 3D-Druck und Lasercutter. Maker und Hardware-Startups treffen sich hier. Tagespass €25, Monatsmembership €319 inkl. Werkstattnutzung. Die Lage ist nicht jedermanns Sache — abends solltest du den Heimweg mit Bedacht wählen.
Was du vor der ersten Buchung prüfen solltest
Probiere nie blind eine Monatsmembership — buche zuerst einen Tagespass und arbeite mindestens vier Stunden vor Ort. Erst dann merkst du, wie laut der Großraum tatsächlich ist, ob die Lüftung im Sommer reicht und wie zuverlässig das WLAN unter Last bleibt. Eine schnelle Speedtest-Messung auf Bandbreite und Latenz gibt dir harte Zahlen.
Frag konkret nach Telefonkabinen und Meetingräumen — manche Anbieter werben damit, in der Praxis sind diese aber dauerbelegt oder kostenpflichtig zu buchen. Bei Tarifen mit Membership-Modell sollte mindestens 1 Stunde Meetingraum pro Tag inklusive sein, sonst stapeln sich Zusatzkosten.
Steuerlich kannst du Coworking-Kosten als Betriebsausgabe absetzen, wenn du selbständig bist. Bei Angestellten im Remote-Modus wird es komplizierter — meist trägt der Arbeitgeber die Kosten oder du erstattest sie über die Werbungskostenpauschale. Kläre das vor der Buchung, sonst zahlst du Vollpreis aus eigener Tasche.
Preis- und Leistungsvergleich der wichtigsten Adressen
| Anbieter | Stadtteil | Tagespass | Monat | Zielgruppe |
|---|---|---|---|---|
| WeWork Junghofstraße | Bankenviertel | €39 | €420 | Berater, Sales |
| Mindspace An der Welle | Westend | €45 | €490 | Tech-Startups |
| Design Offices Wiesenhüttenstr. | Westhafen | €35 | €420 | Anwälte, Berater |
| The Spot Ostend | Ostend | €22 | €289 | Kreative, Tech |
| Welle Coworking | Sachsenhausen | €19 | €229 | Solo-Selbständige |
| Cocoli Bahnhofsviertel | Bahnhofsviertel | €25 | €319 | Maker, Hardware |
Auswahl-Workflow für die ersten Wochen
Statt vorschnell eine Membership abzuschließen, lohnt sich ein strukturierter Vergleich. So findest du den Space, der wirklich zu deinem Arbeitsstil passt — und nicht nur zu deinem Instagram-Feed. Die folgenden Schritte sparen dir Geld und Frust:

- Drei Spaces shortlisten nach Lage zum Wohnort und Stadtteil-Vibe
- Jeweils einen Tagespass buchen an einem normalen Werktag (kein Freitag oder Brückentag)
- Speedtest, Lautstärke und Lüftung dokumentieren — Notizen pro Space
- Probesitzung mit Videocall in Telefonkabine oder Meetingraum durchführen
- Preise pro effektivem Arbeitstag vergleichen, nicht nur Listenpreis
- Membership erst nach 14 Tagen Tagespass-Erfahrung abschließen
Praktisch heißt das: Klare Empfehlung je nach Nutzung
Wer in Frankfurt einmal pro Woche aus dem Home-Office raus will, fährt mit einem 4er- oder 8er-Tagespass am besten — Welle Coworking oder The Spot liegen bei effektiven €19 bis €22 pro Tag. Wer täglich vor Ort ist, profitiert von einer Membership im Mittelpreissegment wie Design Offices oder Mindspace.
Für regelmäßige Kundentermine im Bankenviertel sind die Premiumadressen WeWork und Mindspace ihr Geld wert — du bezahlst mit der Adresse und der Atrium-Architektur ein professionelles Setting mit, das beim Pitch wirkt. Im Tech- und Kreativbereich tut es das günstigere The Spot mindestens genauso gut, oft besser.
Behalte im Hinterkopf, dass dein Steuerberater die Buchungsbelege nach Datum, Anbieter und Zweck verbucht haben will. Speichere Quittungen monatlich als PDF und benenne sie nach dem Schema "JJJJMM_Anbieter_Tagespass.pdf". Das spart dir spätestens beim Jahresabschluss eine halbe Stunde Suche pro Beleg.
Ein letzter Gedanke zur Atmosphäre: Coworking lebt vom Mix aus konzentriertem Arbeiten und kurzen Begegnungen an der Kaffeemaschine. Wenn dir beides wichtig ist, achte beim ersten Besuch auf die Stimmung im Pausenraum — wird dort geredet oder schauen alle in ihre Laptops? Das verrät mehr über die Kultur als jede Marketing-Broschüre.
Zugleich gilt: Ein Space ersetzt nicht den fokussierten Arbeitsblock zu Hause. Die meisten produktivsten Remote Worker mischen beides — drei Tage Coworking für Networking und Calls, zwei Tage Home-Office für tiefes Konzentrationsarbeit. Mit dieser Aufteilung lassen sich €200 bis €300 monatlich gegenüber einer Vollmitgliedschaft sparen, ohne dass du den Anschluss zur lokalen Szene verlierst.
Veröffentlicht durch die RemoteLifestyle-Redaktion. Veröffentlicht am 12. Juni 2026.
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