Stromkosten im Homeoffice: So viel kostet Remote Work wirklich
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Home-Office klingt nach gesparten Fahrtkosten, aber Strom, Heizung und Internet schlagen zu Buche. Wie viel Remote Work tatsächlich kostet, hängt von deinem Setup und Standort ab. Hier die konkreten Zahlen.
Stromkosten: Das frisst am meisten
Ein typisches Home-Office-Setup verbraucht zwischen 200 und 400 kWh pro Jahr zusätzlich. Bei einem Strompreis von 0,35 €/kWh sind das 70–140 € Mehrkosten pro Jahr.
| Gerät | Verbrauch | Kosten/Jahr (8h/Tag, 230 Tage) |
|---|---|---|
| Laptop | 30–65 W | 20–43 € |
| Externer Monitor (27") | 25–45 W | 16–30 € |
| WLAN-Router | 10–15 W (24/7) | 31–46 € |
| Schreibtischlampe (LED) | 8–12 W | 5–8 € |
| Docking Station | 5–15 W | 3–10 € |
Heizkosten: Der unterschätzte Faktor
Wer vorher tagsüber im Büro war, hat zu Hause nicht geheizt. Ein 15-m²-Arbeitszimmer auf 21°C zu halten kostet je nach Energieträger: Gas: ca. 150–200 €/Jahr, Fernwärme: ca. 180–250 €/Jahr, Elektroheizung: ca. 300–500 €/Jahr. In gut isolierten Neubauten ist der Aufschlag geringer, in Altbauten ohne Dämmung kann er deutlich höher ausfallen.
Internet: Brauchst du ein Upgrade?
Für Videocalls, Cloud-Dienste und VPN reichen 50 Mbit/s im Download und 10 Mbit/s im Upload. Wenn dein bisheriger Tarif das abdeckt, entstehen keine Mehrkosten. Wer auf Glasfaser (100+ Mbit/s) upgradet, zahlt 10–20 €/Monat mehr, das summiert sich auf 120–240 €/Jahr.
Die Upload-Geschwindigkeit ist für Remote Work wichtiger als der Download. Videocalls, Screen-Sharing und Datei-Uploads brauchen stabilen Upload. VDSL-Anschlüsse liefern oft nur 10–40 Mbit/s Upload, Glasfaser bietet symmetrische Geschwindigkeiten (z. B. 250/250 Mbit/s).
Gesamtrechnung: Was Remote Work pro Jahr kostet
| Posten | Minimum | Maximum |
|---|---|---|
| Strom (IT-Equipment) | 70 € | 140 € |
| Heizung (zusätzlich) | 100 € | 400 € |
| Internet (Upgrade) | 0 € | 240 € |
| Kaffee/Getränke | 100 € | 300 € |
| Gesamt | 270 € | 1.080 € |
Geräte-Verbrauch im Detail: Watt für Watt
Laptop (MacBook Pro 16 Zoll): 60–90 Watt unter Last, 15–25 Watt im Leerlauf. Bei 8 Stunden täglicher Nutzung: ca. 0,3–0,5 kWh/Tag = 110–180 kWh/Jahr = 40–65 € bei 0,36 €/kWh. Externer Monitor (27 Zoll, z.B. Dell U2723QE): 20–30 Watt. Docking Station: 5–15 Watt. Router (Fritz!Box 7590 AX): 10–15 Watt permanent = 88–131 kWh/Jahr = 32–47 €.

Die versteckten Verbraucher: Schreibtischlampe (LED: 5–10 Watt), Ladestation für Handy/Kopfhörer (3–5 Watt), Heizlüfter im Winter (1.500–2.000 Watt, der mit Abstand größte Stromfresser). Ein einzelner Heizlüfter, der 4 Stunden täglich läuft, kostet 6–8 kWh/Tag = ca. 2,50 € pro Tag = 75 €/Monat im Winter.
Einsparpotenziale: Konkrete Maßnahmen
Maßnahme 1: Monitor-Helligkeit von 100 % auf 60 % senken, spart ca. 30 % des Monitor-Stromverbrauchs und schont die Augen. Maßnahme 2: Fritz!Box-WLAN-Zeitschaltung aktivieren (22:00–06:00 Uhr aus), spart ca. 3 € pro Monat. Maßnahme 3: Laptop im Akkubetrieb laden und bei 80 % Stecker ziehen (Optimized Battery Charging bei Apple, Battery Limit bei Lenovo), verlängert die Batterielebensdauer und spart indirekt Geld.
Maßnahme 4: Heizlüfter ersetzen durch eine Infrarot-Heizplatte unter dem Schreibtisch (z.B. Könighaus 300 W, ca. 80 €), verbraucht nur 20 % der Energie eines Heizlüfters, wärmt aber gezielt den Arbeitsplatz. Maßnahme 5: Mehrfachsteckdose mit Schalter (Brennenstuhl Eco-Line, ca. 10 €) für alle Peripheriegeräte, ein Klick schaltet Standby-Verbraucher komplett ab. Gesamtpotenzial: 15–25 % der Stromkosten im Homeoffice, also 80–150 € pro Jahr.
Steuerliche Absetzbarkeit
Seit 2023 kannst du die Home-Office-Pauschale von 6 €/Tag (maximal 1.260 €/Jahr für 210 Tage) geltend machen, ohne Nachweis eines separaten Arbeitszimmers. Wer ein dediziertes Arbeitszimmer hat, das ausschließlich beruflich genutzt wird, kann stattdessen die tatsächlichen Kosten (anteilige Miete, Nebenkosten, Strom) absetzen, das lohnt sich bei teuren Mietwohnungen.

Die Gesamtbilanz ist für die meisten Remote Worker positiv: Selbst mit Strom, Heizung und Internet-Upgrade bleiben die Mehrkosten deutlich unter den eingesparten Pendel- und Verpflegungskosten. Rechne für deine individuelle Situation Heizkosten (abhängig von Gebäudetyp und Energieträger) und Pendelkosten (Entfernung, Verkehrsmittel) durch, der Unterschied kann je nach Wohnsituation erheblich sein.
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